Buchcover

RuhrWeiber

Ein neues Wissensspiel beleuchtet die weibliche Seite des Ruhrgebiets

Den beiden Dortmunder Juristinnen Elisabeth Späth-Uden und Hildegard Gethmann ist es zu verdanken, dass 1959 der so genannte „Stichentscheid“ aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch gestrichen wurde. Dieser besagte, dass dem Vater als Oberhaupt der Familie das Alleinentscheidungsrecht in allen familiären Angelegenheiten zufiel. Und das obwohl im Grundgesetzt von 1949 festgeschrieben worden war, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind.

Hätten Sie das gewusst? Und kennen Sie den Unterschied zwischen einem „Mutterklötzchen“ und der „Bochumer Madonna“, und wissen Sie, was Ida Noddack-Tacke entdeckte und welche Tat Clärenore Stinnes als erste Frau vollbrachte?

Auch nicht? Dann sollten Sie sich zu Weihnachten das Wissensspiel RuhrWeiber wünschen. Idee und Konzept dazu stammen von Sabine Schlemmer, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sprockhövel. Ihr gelingt auf 120 Spielkarten, woran die herkömmliche Geschichtsschreibung des Ruhrgebiets konsequent scheitert: RuhrWeiber spricht von den Leistungen der Frauen.

Spielerisch etwas über die Frauengeschichte im Ruhrpott erfahren, das verspricht auch den Spielerinnen und Spielern jenseits NRWs viel Spaß – und das ein oder andere Aha-Erlebnis. Für alle Mitglieder des Journalistinnenbundes ist das Spiel zudem eine passende Vorbereitung für die nächste JB-Jahrestagung im Ruhrgebiet.

Isabel Rohner

RuhrWeiber – Das Wissensspiel. Klartext Verlag 2009, 120 Spielkarten. 8,95 Euro.
Für Spielerinnen und Spieler von 9-99 Jahren.

 


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