Hedwig-Dohm-Urkunde 1995: Kyra Stromberg

Zum Tod von Kyra Stromberg 

„Es bleibt dabei, dass das Schreiben mir das Wichtigste ist“, hat Kyra Stromberg immer wieder betont, denn sie war in der Öffentlichkeit als Übersetzerin (von u.a. John Berger, Muriel Spark, Edith Wharton, Virginia Woolf) ebenso bekannt wie als Kritikerin vor allem angelsächsischer Literatur des 20. Jahrhunderts. 

Ihre Stärke waren der pointierte Essay, das elegante Feuilleton über SchriftstellerInnen oder Kulturthemen aller Art; neben der Belletristik galt ihr Interesse besonders den Bereichen Architektur und Design. 1952 war der Roman „Das Nadelöhr“ erschienen, 

1954 folgte der Reisebericht über den Iran, „Der große Durst“, den sie mit eigenen Fotografien illustriert hatte. Bekannt geworden ist sie 1989 mit ihren Biografien über Djuna Barnes, „Leben und Werk einer Extravaganten, (1999 neu aufgelegt) und „Ein amerikanischer Traum – Zelda und F. Scott Fitzgerald“ (1997).

Kyra Stromberg ist am 16. Januar 1916 in Moskau geboren, in Hamburg und Berlin aufgewachsen. Nach ihrem Studium hat sie als Fotografin gearbeitet und nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Geld als Korrespondentin für die eben entstandenen Zeitschriften verdient – so kam sie nach Baden-Württemberg. Seit den 1970er Jahren lebte sie als freie Publizistin für Zeitungen, Zeitschriften und den Hörfunk in Ehrenkirchen bei Freiburg. 

Am 29. November 2006 ist Kyra Stromberg in Bad Krozingen im Alter von 90 Jahren gestorben.

Ihre FreundInnen werden am 21. Januar 2007  im Haus für Film und Literatur in Freiburg eine Matinee zur Erinnerung an Kyra Stromberg ausrichten. 

Irene Ferchl

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