Vorstand des Journalistinnenbundes 2009
Der neue Vorstand des Journalistinnenbundes (v.l.n.r.)
Eva Kohlrusch (1. Vorsitzende), Rosemarie Mieder ( 2. Vorsitzende), Cornelia Benninghoven (Schatzmeisterin), Wibke Gerking (Beisitzerin), Petra Alexandra Buhl (Beisitzerin), Hilde Weeg (Schriftführerin)

Ost –Westlicher Diwan des Journalistinnenbundes
Jahrestagung in Weimar vom 05. -07. Juni 2009

Weitere Bilder von der Jahrestagung 2009

Bilder von Eva Hehemann
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Pressemitteilung

Bonn, den 08. Juni 2009

Zwei außergewöhnliche Journalistinnen wurden am Wochenende auf der 22. Jahrestagung des Journalistinnenbundes in Weimar geehrt: Erica Fischer (66) erhielt die höchste Auszeichnung des Verbandes – die Hedwig-Dohm-Urkunde für ein Lebenswerk. Die in Berlin lebende österreichische Autorin hat sich mit ihren behutsamen, aber unerschrockenen Porträts und Berichten zu den Themen Krieg, Flucht, Ausgrenzung einen Namen gemacht, gilt als Aktivistin der Frauenbewegung und wurde insbesondere durch ihre Bücher „Aimée & Jaguar“ sowie „Himmelstraße – Geschichte meiner Familie“ bekannt. Die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Christina von Braun hielt die Laudatio.

Der Nachwuchspreis „Andere Worte- neue Töne“ des Journalistinnenbundes, der dieses Jahr in der Kategorie Hörfunk verliehen wurde, ging an Stephanie Dötzer (29). Der inzwischen in Katar für den arabischen Nachrichtensender Al Jazeera arbeitenden Reporterin ist mit ihrem 30-Minuten-Hörstück für den SWR (gesendet am 1. Juli 2008) eine besonders eindringliche Studie über die Lebensrealität unter Kriegsbedingungen gelungen. In langen, streckenweise philosophischen Gesprächen lässt sie den irakischen Kameramann Laith Mushtaq seinen blutigen, verstörenden, stets lebensbedrohenden Alltag beschreiben – ein ergreifendes Statement gegen den Irrsinn des Krieges und für den Versuch, sich als Journalist unbeirrbar dafür einzusetzen, dass die Welt davon erfährt.

Hauptthema der Tagung, für die 20 Jahre nach dem Mauerfall die Stadt Weimar gewählt wurde, war die veränderte Medienlandschaft im geeinten Deutschland. Unter dem Titel „Ost-Westlicher Diwan – Was uns eint, was uns trennt“ ging es darum, den Blick für die unterschiedlichen Biografien in Ost und West zu schärfen  Das Fazit ist vielversprechend: Es gibt im Osten zwar wachsenden Widerstand gegen das Gefühl, immer nur „mitgemeint“ zu sein, wenn von deutschen Befindlichkeiten die Rede ist („Wir haben es satt, uns von Euch sagen zu lassen, wer wir waren und wer wir sind“). Insgesamt aber zeigt sich, dass noch zu entdecken ist, welches Potenzial in der Verschiedenheit von Ost- und West-Biografien und ihren Erfahrungswelten steckt. Bei jungen Journalistinnen ist festzustellen, dass sich ihre Lebensläufe immer deutlicher ähneln – in Form eines beruflichen Patchworks aus mehreren Studiengängen, Auslandsaufenthalten, Volontariaten und Praktika.
Als 1. und 2. Vorsitzende des Journalistinnenbundes (425 Mitglieder) wurden Eva Kohlrusch und Rosemarie Mieder im Amt bestätigt.

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Eva Kohlrusch und Rosi Mieder auf der Jahrestagung des Journalistinnenbundes
Eva Kohlrusch (l.) und Rosemarie Mieder auf dem Ost-Westlichen Diwan
(Foto: Eva Hehemann)

Eva Kohlrusch verliest die die Hedwig-Dohm-Urkunde für Erica Fischer
Eva Kohlrusch verliest die die Hedwig-Dohm-Urkunde für Erica Fischer
(Foto: Tim Roediger)

Preisträgerin Erica Fischer (rechts) mit ihrer Laudatorin Prof. Dr. Christina von Braun (links). Foto: Eva Hehemann
Preisträgerin Erica Fischer (rechts) mit ihrer Laudatorin Prof. Dr. Christina von Braun (Foto: Eva Hehemann)

Stephanie Dötzer Foto: Eva Hehemann
Preisträgerin Stephanie Dötzer und Laith Mushtaq (rechts sitzend)
(Foto: Eva Hehemann)

Birgitta M. Schulte überreicht die NWP-Urkunde an Stephanie Doetzer. Foto: Eva Hehemann
Birgitta M. Schulte überreicht die NWP-Urkunde an Stephanie Doetzer
(Foto: Eva Hehemann)

Marlies Hesse, Gabi Dewald mit  Stephanie Doetzer und  Laith Mushtaq. Foto: Tim Roediger
Marlies Hesse, Gabi Dewald mit Stephanie Doetzer und Laith Mushtaq
(Foto: Tim Roediger)

 

Wir danken der Unterstützerin!

Die Jahrestagung des Journalistinnenbundes 2009 wurde unterstützt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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