JB-Nachwuchspreis
"Andere Worte - neue Töne"
Seit
2002 verleiht der Journalistinnenbund einen Preis an junge Kolleginnen,
die in ihrer beruflichen Arbeit innovativ und anspruchsvoll die
Forderung nach Geschlechterdemokratie umsetzen. Der Nachwuchspreis
"Andere Worte - neue Töne" wird alternierend jedes Jahr für ein anderes
Medium ausgeschrieben: Print, Hörfunk, Film und Fernsehen.
Frauen
- und Männerbilder
Frauen
können nicht einparken und Männer nicht zuhören, Frauen kommen an
keinem Schuhladen ungerührt vorbei und Männer haben ein libidinöses
Verhältnis zu ihrer Bohrmaschine. Beispiele für Geschlechterstereotype,
wie sie auch von den Medien ständig wiederholt werden. Mehr
Fingerspitzengefühl bei der Beschreibung von Lebensverhältnissen,
Genauigkeit in der Darstellung von Interessenslagen, mehr Sensibilität
und weniger Stereotype im Bezug auf die Geschlechterverhältnisse - das
verstehen wir unter zeitgemäßem und gutem Journalismus.
Unerhört
und streitbar
Der
Nachwuchspreis soll Anerkennung und Ansporn sein für Journalistinnen
bis 35 Jahre, die eine weniger gängige, vielleicht unerhörte oder
streitbare Meinung zu den Geschlechterverhältnissen präsentieren,
Frauen und Männer jenseits der überkommenen Rollenklischees mit ihren
unterschiedlichen Erfahrungen, beruflichen und sozialen Kompetenzen
darzustellen.
Ausschreibung 2012 und Teilnahmebedingungen (pdf)
Anmeldeformular (pdf)

Simone Rau
Foto: Eva Hehemann

Maris Hubschmid
Foto: Eva Hehemann
JB-Nachwuchspreis 2011
Ausgezeichnet wurde:
Simone Rau
für ihre Reportage „Die Krankpflegerin“, erschienen im MAGAZIN
der Wochenendbeilage des Tages-Anzeigers, der Basler Zeitung
sowie des Berner Bunds und der Berner Zeitung. mehr »
Darüber hinaus wurden zwei lobende Anerkennungen vergeben:
Maris Hubschmid
für ihre Reportage „Denn er wusste Tag und Stunde“, erschienen am 1./2. April 2010 im Tagesspiegel.
Karen Naundorf
für ihren Beitrag „Lasst uns doch in Ruhe arbeiten“, erschienen am 27. September 2010 im „Fluter“
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JB-Nachwuchspreis 2010
Den Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes in der Sparte Film- und Fernsehen erhielt 2010 Laetitia von Baeyer für ihren am 08.11.2009 im ZDF gesendeten Film "Brief an die Eltern".
Drei Jahre hat die Autorin gekämpft, um das Portrait des ehemaligen politischen Gefangenen der DDR, Jens A., der 1985 freigekauft wurde und nach West-Berlin übersiedelte, durchzusetzen. mehr »
Eine Anerkennung ging an Christina Zühlke für ihren am 12.04.2010 im WDR
gesendeten Film "Schwule Sau! Der neue Hass auf Homosexuelle". In diesem 45-minütigen Feature der WDR-Sendereihe "Die Story" zeigt sie auf, wie weite Teile der Bevölkerung in Deutschland nach wie vor homosexuelle Frauen und Männer als abartig empfinden. mehr »